VHH PVG Unternehmensgruppe
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Moderne Motorsteuerung bei der VHH PVG sorgt für saubere Luft

14.01.2010

Überall wird über den Klimaschutz diskutiert. Natürlich ist das Fahren mit Bus und Bahn per se schon viel klimaverträglicher als die Nutzung eines Pkw. Aber das ist uns nicht genug.

In enger Zusammenarbeit mit dem TÜV Nord testete die VHH PVG die „individualisierte Motorsteuerung“ der Firma ECOMAX. Das Ziel war die Senkung des Kraftstoffverbrauches.

In unseren Bussen ist in der Regel Lkw-Motorentechnik verbaut. Diese ist für andere Fahrbedingungen konzipiert worden, als wir sie mit unseren Bussen in der Metropolregion Hamburg vorfinden. Ein Lkw fährt überwiegend Autobahn. Er hat damit eine deutlich höhere Durchschnittsgeschwindigkeit als unser Stadtbus, der immer wieder an den Haltestellen anhält oder an den Ampeln warten muss. Dementsprechend muss auch die Motorsteuerung unserer Busse anders programmiert werden. Und hier kommt dann die neue „individualisierte Motorsteuerung“ ins Spiel!

So funktioniert die Motorsteuerung

Zunächst haben wir zusammen mit der Firma ECOMAX die Motorsteuerung auf verschiedene Weisen verändert. Zum Beispiel erhöhten wir den Ladedruck oder die Einspritzmenge des Motors. All diese Eingriffe führten zu einer Erhöhung des Drehmoments, woraus eine kleinere Drehzahl resultiert. Die Ergebnisse prüften wir dann in einem Verbrauchstest. Hierfür simulierten wir eine Fahrt mit niedriger (z.B. im Stadtverkehr) oder mit hoher (Überlandverkehr) Durchschnittsgeschwindigkeit und versuchten so, die perfekte Programmierung für die jeweiligen Fahrbedingungen zu finden. Dieser Prozess dauerte drei bis vier Wochen.

   
Simulierte Linienfahrt: Meßfahrten mit dem TÜV-Nord. 


Anschließend wurde die veränderte Motorsteuerung in Zusammenarbeit mit ECOMAX im regulären Linienverkehr getestet. Hierfür wurden an einem der VHH PVG-Busse innen und außen Messgeräte installiert, die die Emissionswerte ermitteln. Dieser Test wurde ebenfalls vom TÜV Nord begleitet und unterstützt.

Spart Geld und ist gut für`s Klima

Der einjährige Probebetrieb hat es gezeigt: Bei den Linienbussen lohnt sich der Aufwand, der mit dem Eingriff in die Motorsteuerung verbunden ist. Wir konnten den Dieselverbrauch der Testfahrzeuge um durchschnittlich zwölf Prozent senken.
Das entspricht einer Reduzierung von sechs Liter je hundert Kilometer! Ein VHH PVG-Bus verbraucht somit 3.600 Liter Diesel weniger pro Jahr, ein Gelenkbus sogar 5.000 Liter weniger. Das bedeutet nach Abzug der Investitionskosten eine Ersparnis von 50.000 Euro für die Nutzungsdauer eines Busses!

Die „individualisierte Motorsteuerung“ reduziert außerdem den CO2-Ausstoß: pro Bus pro Jahr verursachen wir 8 - 13 t weniger CO2. Oder anders gesagt: wenn wir unsere 550 Busse umrüsten würden, senken wir den CO2-Ausstoß um 5500 t CO2 pro Jahr. Das Volumen entspräche einem Ballon mit 2,9 Mio. m³ reinem CO2. Und dieser Ballon hätte einen Durchmesser von 177 Metern! Außerdem können wir 2 Mio. Liter Diesel pro Jahr einsparen!

Durch die Abgasuntersuchungen im Fahrbetrieb haben wir außerdem ermittelt, dass eine Reduzierung von NO2 (Stickstoffdioxid) und der Rußpartikel um bis zu einem Drittel möglich ist. Somit tragen wir als VHH PVG schon heute einen wesentlichen Beitrag zur Einhaltung der europäischen Richtlinien bezüglich der Luftreinhaltung in den Städten bei.

Die Pressemitteilung des heutigen Events finden Sie in der Rubrik "Presse".



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